weil
Nossen so günstig lag, kam...
Der Aufschwung
mit der Eisenbahn
Nur Nossen
hatte in der Region ursprünglich eine verkehrsgünstige Lage.
Döbeln und Roßwein wurden von der Heer- oder Poststraße,
die von Leipzig über Colditz, Waldheim und Nossen führte, nicht
berührt.
Den Aufschwung
für die Region brachte der Bau der Eisenbahnlinien in der zweiten
Hälfte des 19. Jh.:
-
Strecke: Dresden
- Nossen - Roßwein - Döbeln - Grimma - Leipzig
-
Strecke: Nossen
- Freiberg
-
Strecke: Nossen
- Lommatzsch - Riesa
-
Schmalspurbahn:Nossen-Wilsdruff-Freital/Potschappel
Die "Nossen
- Freiberger Eisenbahn"
-
Nossen - Riesa
-
Nossen - Freiberg
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Freiberg - Moldava
Am 15.Juli 1873 wurde die Strecke Nossen
- Freiberg als normalspurige eingleisige Hauptbahn eröffnet. Ursprünglich
wurde diese Linie Nossen - Freiberger Eisenbahn genannt.
Erbaut und betrieben wurde sie
von der privaten Leipzig - Dresdner - Eisenbahn Compagnie, jene private
Bahngesellschaft, welche die erste deutsche Ferneisenbahn zwischen Leipzig
und Dresden baute und 1839 eröffnete. Auf ihr fuhr auch die erste
in Deutschland gebaute Dampflokomotive, die Saxonia.
Erweiterungen der Strecken
ab 1880
Hauptanliegen
war der Transport böhmischer Braunkohle
Diese Bahnlinie erweiterte man ab
1880 von Nossen nach Lommatzsch - Riesa und von Freiberg nach
Bienenmühle an der Landesgrenze zu Böhmen und dem heutigen Moldava
in Böhmen. Damit bestand die kürzeste Eisenbahnverbindung
zwischen der Reichshauptstadt Berlin und Böhmen.
Hauptanliegen war der Transport böhmischer
Braunkohle (die Lagerstätten um Leipzig waren noch nicht erschlossen)
nach Mitteldeutschland und die Erschließung der Flußtäler
um Freiberg und Nossen. Somit bestand auch eine Anbindung an den Elbhafen
in Riesa. Nach dem 2. Weltkrieg verlor diese Verbindung an Bedeutung und
wurde nach und nach stillgelegt.
von
1866 bis 1868
Die Leipzig
- Dresdner Eisenbahn (LDE)
Schon in den
Jahren von 1866 bis 1868 baute die Leipzig - Dresdner Eisenbahn (LDE) die
Strecke von Borsdorf bei Leipzig über Grimma - Leisnig - Döbeln
- Roßwein - Nossen bis Coswig bei Dresden.
Damit bestand
eine zweite Verbindung zwischen Leipzig und Dresden, den bei Borsdorf und
Coswig wurde sie mit der ersten Leipzig - Dresdner Strecke von 1839 verbunden.
Das Ende
der LDE
Die Leipzig
- Dresdner Compagnie war finanziell am Ende und der Einsturz der
hölzernen Elbbrücke bei Riesa infolge von starken Treibeises
am Abend des 19. Februar 1876 brachte das endgültige Aus für
die Bahn. Die LDE war außerstande, die geschätzten Wiederaufbaukosten
der Brücke in Höhe von 1,5 Millionen Mark zu übernehmen.
Der Staat
springt ein und wird einen Konkurenten los
Hier bot sich der sächsische
Staat an, die LDE zu übernehmen, nicht ohne Hintergedanken, sich die
lästige Konkurenz auf diese Weise zu erkaufen, den schon 1856 war
sächsische Staat um Aufkauf der wirtschaftlich fundierten Bahngesellschaft
bemüht gewesen. Die LDE mußte gezwungenermaßen auf das
Angebot eingehen und übergab 283,5 km, einschließlich der im
Bau oder Planung befindlichen Strecken.
Damit
wird die Königlich Sächsische Staatseisenbahn der
neue Besitzer.
Die Schmalspurstrecke
Nossen, Wilsdruff,
Freital/ Potschappel
Ab Ende des 19. Jahrhunderts errichtete
die Königlich Sächsische Staatseisenbahn zahlreiche Schmalspurbahnstrecken,
um kostengünstig die abgelegenen Landstriche zu industriealisieren.
Kostengünstig
- weil genormt
Die sächsischen Schmalspurbahnen
waren bereits im 19. Jahrhundert Staatsbahnen mit genormten Material und
beispielgebend für die Lösung bahntechnischer Probleme, auch
für andere Länderbahnen.
541 Kilometer
Zusammenhängend waren diese
Strecken einst das größte Schmalspubahnnetz Deutschlands.1939
betrug die Gesamtlänge 541 km.
750 Millimeter
Typisch für die sächsischen
Schmalspurbahnen war die Spurweite von 750 mm.
Die Strecke Nossen - Freital/Potschappel
wurde von 1886 bis 1899 erbaut. Die Länge betrug 38,8 km.
Bis 1972 war sie in Betrieb und
zwischen Nossen und Bieberstein wurde sie noch für den Güterverkehr
bis 1973 benutzt.
Die Bevölkerung
hatte eine enge Verbindung zu ihrem Nahverkehrs - und Transportmittel.
Diese Bahn gehörte zum Landschaftsbild und den dort lebenden Menschen. |